Kontaktlinsen: eine Frage des Materials

Welches ist das beste Material für Kontaktlinsen?

Sind Sie auf der Suche nach Kontaktlinsen ist eine gute Beratung unumgänglich. Diese übernimmt Ihr Augenarzt oder Optiker. Ebenfalls sollte der Anpassung der Kontaktlinsen große Aufmerksamkeit geschenkt werden. In der Regel entscheidet der Spezialist, welches Material der Kontaktlinsen für Sie und Ihre Augen gut geeignet ist. Dies hängt von ein paar Faktoren ab.

So entscheiden die:

  • tägliche Tragedauer
  • die Beschaffenheit des Auges
  • Ihre Arbeit und Ihr Privatleben

darüber, welches Material für Ihre Augen angenehm ist. Gut sitzende Kontaktlinsen sollten einen hohen Tragekomfort bieten und im Auge nicht bemerkt werden. Warum sind gerade diese Faktoren entscheidend?

Viele Kontaktlinsen sollten Sie nicht länger als bis zu 12 Stunden täglich in den Augen belassen, weil die Hornhaut nur wenig Sauerstoff bekommt. Das bedeutet aber auch, dass Sie die Kontaktlinsen schon am frühen Abend gegen die Brille austauschen müssten, was Sie vielleicht nicht möchten. Demnach brauchen Sie Kontaktlinsen, die eine lange Tragezeit ermöglichen. Diese sind in der Regel luftdurchlässiger, damit die Hornhaut atmen kann.

Bei der Beschaffenheit des Auges geht es nicht nur um die Form Ihrer Hornhaut, sondern auch darum, ob Sie zu trockenen Augen neigen oder diese schnell gereizt sind. In diesem Fall müssen die Kontaktlinsen besonders sanft sein und vor allen Dingen dürfen sie keinen zu hohen Wassergehalt haben. Sie sollen die Augen am Ende nicht noch mehr austrocknen.

Die besten Kontaktlinsen für trockene Augen

Sitzen Sie während der Arbeit viel vor dem PC, so können Ihre Augen oftmals müde oder trocken sein. Das liegt schon alleine daran, dass man bei der Bildschirmarbeit dazu neigt, weniger zu blinzeln. Dadurch wird der Tränenfilm nicht mehr optimal auf dem Auge verteilt und die Augen werden trocken. Doch auch Büros mit Klimaanlage können ein Problem darstellen, da die trockene Luft die Augen zusätzlich austrocknet.

Sind Sie ein sehr sportlicher Mensch, sind Kontaktlinsen eigentlich perfekt. Gehen Sie gerne am Abend aus und kommen erst am frühen Morgen wieder nach Hause, so spielt die Tragezeit wieder eine Rolle. Haben Sie vielleicht bestimmte Erkrankungen oder Allergien? All das muss der Spezialist wissen.

Doch sehen wir uns die verschiedenen Materialien nun einmal näher an. Sie mögen zwar fast gleich klingen, sind aber aus verschiedenen Materialien gefertigt und es wird sicherlich auch schon bald wieder noch bessere Materialien geben, denn die Forschung schläft hier nicht.


Zuletzt aktualisiert am 18. Februar 2026 um 23:25 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontaktlinsen-Materialien von früher bis heute

Das Tragen der Kontaktlinse kann viele Gründe haben. Manche Menschen tragen sie einfach aus ästhetischen Gründen, weil sie der Meinung sind, ihnen steht keine Brille. Andere nutzen Sie, weil sie die Brille als störend empfinden. Warum auch immer Sie sich für die Kontaktlinsen entscheiden, ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür, denn die Materialien sind weitaus besser als noch vor einigen Jahrzehnten. Früher kam es nicht selten vor, dass die Kontaktlinsen den Augen auf Dauer sogar geschadet haben. Das ist heute zum Glück nicht mehr der Fall, sofern Sie das passende Material gefunden haben und die Eigenverantwortung haben, mit den Kontaktlinsen fachmännisch umzugehen.

Die eigentliche Ur-Kontaktlinse ist die harte Kontaktlinse. Sie gibt es schon seit vielen Jahrzehnten und wurde zu Beginn sogar aus Plexiglas hergestellt. Mittlerweile wird dafür Silikon oder Fluorkarbon verwendet, was für die Augen wesentlich besser ist. Harte oder auch formstabile Kontaktlinsen sind klein und sitzen direkt auf der Iris, also dem farbigen Teil des Auges. Dadurch kann das Auge zwar mehr Sauerstoff erhalten, jedoch dauert die Gewöhnung an die Kontaktlinsen relativ lange. Manche Menschen gewöhnen sich auch nie daran. Durch das harte Material fühlt sie sich oftmals wie ein Fremdkörper an. Auch wenn sie sehr pflegeleicht sind und im Grunde wie eine Brille sehr lange getragen werden können, sind sie auch relativ kostspielig. Ein großes Manko ist die Tatsache, dass sie bei schnellen Kopfbewegungen aus dem Auge fallen können.

Hydrogel-Kontaktlinsen gehören zu den weichen Kontaktlinsen und sind auch schon sehr lange auf dem Markt vertreten. Sie bestehen aus Wasser und hydrophilem Polymer. Obgleich sie angenehm zu tragen sind, so können sie bei langer Tragedauer die Augen austrocknen.

Hyaluron-Kontaktlinsen sind für trockene Augen ideal, da sie viel Wasser aus der Tränenflüssigkeit binden können und diese kontinuierlich an die Augen abgeben. Zudem verteilt sich das Hyaluron bei jedem Lidschlag auf dem Auge.

Silikon-Hydrogel ist modern und spendet dem Auge viel Feuchtigkeit sowie Sauerstoff. Tragezeiten von über 14 Stunden sind hier kein Problem. Gerade für empfindliche oder trockene Augen sind sie sehr gut geeignet.

Da gerade Silikon-Hydrogel sehr beliebt ist, sehen wir und das Material einmal näher an. Die meisten Kontaktlinsen sind heute aus genau diesem Material gefertigt und es hat sich bis jetzt durch einen hohen Tragekomfort ausgezeichnet.

Die Sauerstoffversorgung ist wichtig

Beim Tragen von Kontaktlinsen ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Augen ausreichend Sauerstoff bekommen. Die Kontaktlinsen schwimmen auf dem Tränenfilm, decken aber fast komplett das ganze Auge ab. Somit gelangt an die Hornhaut nur ganz wenig Sauerstoff. Eine Unterversorgung mit Sauerstoff bemerken Sie an trockenen oder geröteten Augen. Auch können sie sich müde anfühlen und brennen. Im schlimmsten Fall bilden sich neue Blutgefäße. Diese erkennen Sie an roten Äderchen im Augenweiß.

Grundsätzlich sollten Sie Kontaktlinsen nie länger tragen, als der Hersteller vorgibt. So geben Sie Ihren Augen die Chance, noch Sauerstoff zu tanken, bevor Sie schlafen gehen. Auch empfiehlt sich ein Tag ohne Kontaktlinsen, um den Augen einfach einmal Ruhe zu gönnen.

Die Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen stellen eine gute Lösung dar, wenn Sie die Linsen täglich und lange tragen möchten. Sofern Sie diese nur gelegentlich nutzen, sind auch Hydrogel-Linsen eine gute Wahl und kostengünstiger.

Generell lässt eine ganz normale Hydrogel-Kontaktlinse etwa 87% Sauerstoff an die Hornhaut. Wenn Sie aber schlafen und die Augen somit geschlossen sind, sind es nur noch 67%. Je stärker die Hydrogel-Kontaktlinse ist, umso niedriger wird die Sauerstoffdurchlässigkeit. Bei den Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen ist dies nicht der Fall.

Tragen Sie die Kontaktlinsen nun nur manchmal zum Sport oder wenn Sie ausgehen, so ist Hydrogel durchaus passend. Anders sieht es aber aus, wenn Sie diese wirklich täglich vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen tragen möchten.

Nun bietet Ihnen der Markt aber nicht nur verschiedene Materialien, sondern auch Marken. Tatsächlich gibt es alleine bei den Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen markenabhängige Unterschiede.

Die Unterschiede der verschiedenen Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen

Glauben Sie nicht, dass alle Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen gleich sind, denn dem ist nicht so. Sie unterscheiden sich nicht nur beim Silikon, sondern auch in der Silikon-Menge und natürlich der Herstellungstechnik.

Generell ist Silikon eigentlich für die Augen nicht so toll, denn es ist wasserabweisend. Das klingt nun widersprüchlich, denn eigentlich soll die Kontaktlinse die Tränenflüssigkeit aufnehmen, damit Sie einen hohen Tragekomfort haben und die Kontaktlinsen nicht spüren. Somit muss hier die Technik etwas nachhelfen und hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die Oberfläche der Kontaktlinse kann beschichtet werden. Diese Schicht sorgt dafür, dass der Tränenfilm an der Kontaktlinse haften bleibt und diese immer gut befeuchtet ist. Eine andere Möglichkeit ist es, das Silikon so zu verändern, dass es generell schon mehr Wasser enthält und somit die Linsen auch gut durchfeuchtet sind. Alternativ können auch noch weitere Stoffe beigesetzt werden, welche für eine bessere Befeuchtung der Linsen sorgen und zugleich das Wasser an die Linsen binden. Relativ neu ist die Möglichkeit, die Kontaktlinsen so herzustellen, dass nicht nur weitere befeuchtende Stoff eingearbeitet werden, sondern auch noch das Material ummanteln.

Jeder Hersteller hat hier so seine eigenen “Geheimrezepte”. Aus diesem Grund sollten Sie die verschiedenen Kontaktlinsen, die Ihnen der Spezialist empfiehlt, auch testen, denn der Tragekomfort hängt hier von Ihren individuellen Bedürfnissen ab.


Zuletzt aktualisiert am 19. Februar 2026 um 12:23 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Kennen Sie Hyper-Gel?

Ganz neuartig ist Hyper-Gel. Dieses Material vereint die Vorteile von Silikon-Hydrogel- und Hydrogel-Kontaktlinsen. Die Linsen haben einen Flüssigkeitsgehalt, der zu 78% dem der Hornhaut entspricht. Sie sind ganz dünn, haben den Tragekomfort von Silikon-Hydrogel-Linsen und ermöglichen eine lange Tragedauer, ohne dass die Augen austrocknen. Das klingt für Menschen mit sehr trocknen und empfindlichen Augen fast schon traumhaft. Einziges Manko an der Sache ist aber, dass noch nicht viele Hersteller dieses Material anbieten. Somit könnte das ein Problem sein, wenn Ihr Spezialist nicht mit dem passenden Hersteller zusammenarbeitet. Dafür gibt es sie aber für verschiedene Sehbeeinträchtigungen wie Hornhautverkrümmung, Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und als Multifokal-Linsen.


Zuletzt aktualisiert am 19. Februar 2026 um 23:26 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Der Wassergehalt von Kontaktlinsen

Auf jeder Kontaktlinsenverpackung sehen Sie den Wassergehalt in Prozent angegeben. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass ein hoher Wassergehalt für trockene Augen ideal ist. Das Wasser in den Augen verdunstet nämlich. Somit hängt es vom Material ab, ob die Kontaktlinse das Wasser besser oder schlechter bindet.

Hydrogel-Kontaktlinsen enthalten generell viel Wasser, denn dieses wird benötigt, damit das Auge möglichst viel mit Sauerstoff versorgt wird. Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel dagegen haben weniger Wasser, da der Sauerstoff meist über das Material selbst transportiert wird. Wo wenig Wasser ist, kann auch weniger verdunsten. Somit sind Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel auch besser für trockene Augen. Kontaktlinsen aus Hydrogel dagegen können die Augen austrocknen.

Die Sauerstoffdurchlässigkeit ist wichtig

Achten Sie beim Kauf von Kontaktlinsen immer auf die Sauerstoffdurchlässigkeit, welche meist mit Dk/t und einer Zahl angegeben wird. Grundsätzlich sollte so viel Sauerstoff wie nur möglich an das Auge gelangen. Jedoch hängt der Wert nicht nur vom Material, sondern auch von der Stärke der Kontaktlinse ab. Ein hoher Dk/t-Wert bedeutet, dass auch viel Sauerstoff an das Auge gelangt.

Grundsätzlich gelten Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen als die Variante, die die beste Sauerstoffversorgung bieten. Sie haben eine Dk/t von mehr als 70, während Hydrogel-Kontaktlinsen eine Dk/t von 20 bis 40 erreichen.

Folgende Stufen sind bei der Sauerstoffdurchlässigkeit möglich:

  • Dk/t bis 2 – gilt als sehr niedrig und dieser werden auch nicht mehr hergestellt
  • Dk/t bis 49 – mittlerer Wert, der meist bei Tageslinsen zu finden ist
  • Dk/t bis 99 – hoher Wert, der heute Standard ist
  • Dk/t über 100 – sehr hoher Wert, meist bei Tag- und Nachtlinsen zu finden

Allerdings sollten Sie wissen, dass die Sauerstoffversorgung von zwei verschiedenen Faktoren abhängt. Diese sind das Kontaktlinsenmaterial und die Kontaktlinsenstärke.

Kontaktlinsen mit sehr hoher Sauerstoffdurchlässigkeit

Heute bestehen die meisten Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel, somit scheidet dieser Faktor weitestgehend aus. Doch die Stärke ist natürlich ein nicht beeinflussbarer Faktor. Je stärker Ihre Kontaktlinsen sind, umso weniger Sauerstoff lassen sie durch. Gerade bei torischen Kontaktlinsen für Hornhautverkrümmung und bei Hydrogel-Kontaktlinsen fällt das auf.

Hier haben Sie somit nur die Möglichkeit, die Tragedauer nicht bis zum Schluss auszureizen, sondern Ihren Augen auch eine Kontaktlinsenauszeit zu gönnen, damit Ihr Auge auch mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird.

Der Tragekomfort ist entscheidend

In Anbetracht der Tatsache, dass die Kontaktlinsen auf Ihrem Auge liegen, sollte der Tragekomfort sehr gut sein. Jeder hatte schon einmal einen Fremdkörper im Auge und weiß, wie unangenehm sich das anfühlt. So kann es auch bei Kontaktlinsen sein, wenn der Tragekomfort schlecht ist. Es juckt, sticht, die Augen tränen oder fühlen sich trocken an. Es kann sein, dass Sie wie durch Nebel blicken und die Augen sind gerötet. Im schlimmsten Fall schädigen Sie sogar die Hornhaut. Deshalb messen Sie dem Tragekomfort einen großen Stellwert bei.

Nun hängt dieser aber zum Großteil von der Festigkeit der Kontaktlinse ab. Wie fest das Material ist, hängt unter anderem vom Wassergehalt und dem Material ab. So sind Hydrogel-Kontaktlinsen relativ weich, weil sie einen hohen Wassergehalt haben. Silikon-Hydrogel dagegen ist eher fest, weil viel Silikon enthalten ist.

Das Problem bei den sehr weichen Materialien ist aber, dass diese sich leicht zusammenfalten lassen, was das Einsetzen erschwert. Zudem verrutschen sie auf dem Auge gerne. Die festen Kontaktlinsen dagegen sind leichter zu handhaben, können aber als Fremdkörper wahrgenommen werden.

Somit liegt es auch wieder an Ihnen, welches Material Sie als bequemer empfinden. Hier kann Ihnen kein Spezialist sagen, welches das beste Material ist, da es ganz von Ihnen abhängt.

Ein weiterer Punkt beim Thema Tragekomfort ist tatsächlich die Kontaktlinsen-Art. Es gibt:

  • Tageslinsen
  • 14-Tages-Linsen
  • Monatslinsen
  • Jahreslinsen
  • Tag- und Nachtlinsen

Tageslinsen stellen die bequemste Art dar und das fängt schon damit an, dass Sie keine Zeit in die tägliche Reinigung investieren müssen. Gerade Allergiker und Menschen mit sehr empfindlichen Augen profitieren davon, weil Sie jeden Tag eine frische Linse in das Auge setzen. Diese Variante ist jedoch etwas teurer und somit keine Alternative für die tägliche Nutzung. Für Gelegenheitsträger sind sie aber ideal.

14-Tages-Linsen können ab Packungsöffnung 14 Tage verwendet werden. Sie werden nach einer Tragedauer des Herstellers aus den Augen genommen und gereinigt, haben aber den Vorteil, dass sie bereits nach 14 Tagen ausgetauscht werden. Somit bieten sie auch noch einen relativ guten Tragekomfort an.

Monatslinsen sind der Standard und können 30 Tage ab Packungsöffnung verwendet werden. Eine tägliche gründliche Reinigung ist aber Pflicht. Unabhängig davon, wie oft Sie die Linsen in den 30 Tagen getragen haben, werden sie nach 30 Tagen gegen Neue ersetzt. Leider nimmt gerade bei Monatslinsen der Tragekomfort mit Ablauf der 30 Tage etwas ab.

Jahreslinsen sind perfekt für Menschen, die täglich Kontaktlinsen tragen. Sie sind relativ teuer und brauchen eine sehr gute Pflege, damit sie auch ein Jahr verwendet werden können.

Tag- und Nachtlinsen können rein theoretisch durchgehend getragen werden, sollten aber auch einer täglichen Reinigung unterzogen werden. Spezialisten empfehlen diese Art jedoch nicht so gerne, da das Dauertragen für die meisten Augen keine optimalen Bedingungen bietet und somit schnell eine Sauerstoffunterversorgung entstehen kann.

Eine ganz andere Sparte sind Nachtlinsen. Diese werden in der Nacht getragen und am Morgen entfernt und sollen dafür sorgen, dass Sie tagsüber ohne Sehhilfe scharf sehen können. Jedoch sind auch sie nur für spezielle Bedingungen geeignet und müssen von einem Spezialisten genau angepasst werden. Auch ist hier eine regelmäßige Überprüfung notwendig, denn mit Änderung des Auges müssen auch die Nachtlinsen wieder neu angepasst werden. Hier sollten Sie mit Ihrem Augenarzt sprechen, ob das für Sie eine Option wäre.

Vorsicht vor Kontaktlinsen aus dem Drogeriemarkt

Sie können Kontaktlinsen mittlerweile auch in jedem Drogeriemarkt kaufen. Jedoch raten Spezialisten davon dringend ab. Diese Kontaktlinsen mögen eine gute Alternative sein, wenn Sie gerade keine andere Möglichkeit hatten, sind jedoch kein adäquater Ersatz für die tägliche Nutzung. Sie sind meist aus einem eher minderwertigen Material und reizen nicht selten die Augen. Das Tragen von Kontaktlinsen mag teuer sein und somit ein kleiner Luxus, doch sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle.

Kaufen Sie auch nicht einfach Kontaktlinsen im Internet, wenn Sie bisher noch keine hatten. Diese müssen angepasst werden, damit Sie zu Ihren Augen passen. Natürlich können Sie später Ihre Bestellung auch im Internet tätigen, doch achten Sie darauf, dass Sie bei der Qualität bleiben, die Sie bisher hatten. Manche Menschen neigen dazu, zwischen verschiedenen Marken immer wieder zu wechseln und diese passen dann bei den Merkmalen nicht zusammen. So werden einmal Hydrogel- und einmal Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen gekauft. Dann wird zwischen dem Wassergehalt immer wieder gewechselt. Das ist nicht gut für die Augen. Sicherlich werden Sie auch Qualitätsunterschiede beim Tragekomfort bemerken. Bleiben Sie deshalb bei einer Sorte.

Ohne Reinigung geht nichts

Egal ob harte oder weiche Kontaktlinsen, Reinigung muss sein. Lediglich bei den Tageslinsen können Sie sich diese ersparen. Hierfür bietet der Markt die verschiedensten Mittel und diese sollten auch zu Ihren Kontaktlinsen passen. Somit beachten Sie, dass nicht jedes Mittel auch zu allen Kontaktlinsen passt. Tatsächlich gibt es sogar Kontaktlinsen, die nur Reinigungsmittel des gleichen Herstellers vertragen.

Die tägliche Pflege muss für Sie eine feste Routine sein, damit Ihre Kontaktlinsen über die normale Tragezeit auch einen hohen Tragekomfort bieten. Sind die Linsen schmutzig und befinden sich Ablagerungen darauf, kann das sogar die Sauerstoffdurchlässigkeit negativ beeinflussen. Zudem können Keime und Bakterien auf den Kontaktlinsen zu Augenerkrankungen führen.

Die All-In-One-Kombilösung ist das wohl beliebteste Produkt zur Reinigung. Sie können die Linsen damit säubern, darin lagern und sie abspülen, wenn sich grober Schmutz darauf befindet. Allerdings ist sie oftmals nicht ausreichend. Für Monatslinsen ist sie meist noch angemessen, doch wenn Sie Jahreslinsen verwenden, dann benötigen Sie auch eine Peroxidlösung, damit die Kontaktlinsen wirklich gründlich gereinigt werden und auch Ablagerungen verschwinden.

Für harte Kontaktlinsen benötigen Sie übrigens ein anderes Reinigungsmittel als für weiche Kontaktlinsen. Auch ist es bei harten Kontaktlinsen nicht so schlimm, wenn diese einmal nicht in der Lösung gelagert werden. Weiche Kontaktlinsen dagegen dürfen nie im Trockenen liegen.

Gerade Silikon-Hydrogel-Linsen benötigen ein spezielles Reinigungsmittel mit Hyaluron, damit diese ihre gute Qualität behalten. Wenn Sie sich aber die Kontaktlinsen anpassen lassen, werden Sie zu Ihrer Erstausstattung auch das passende Reinigungsmittel mit Behälter erhalten. Lassen Sie sich zudem die Reinigung genau erklären.

Die besten Kontaktlinsenlösungen

Sonderthema Spaßlinsen

Farbige Kontaktlinsen können Ihnen schnell eine andere Augenfarbe geben oder Ihre eigentliche Augenfarbe intensivieren. Jedoch gibt es auch noch Faschingslinsen, die Ihnen im Nu Katzenaugen oder Zombiaugen oder was auch immer verleihen. Diese Kontaktlinsen sind jedoch keine Alternative für die tägliche Nutzung. Augenärzte warnen sogar davor, weil sie meist auch einem minderwertigen Material gefertigt sind.

Die Sauerstoffdurchlässigkeit dieser Linsen ist meist relativ schlecht und sie stellen auch hygienisch gesehen eine Herausforderung dar. Anders sieht es mit farbigen Kontaktlinsen aus, die in den typischen Augenfarben blau, braun oder grün erhältlich sind. Sie können sogar in Sehstärke bestellt werden und als ganz normale Monatslinsen genutzt werden, sofern Sie auch qualitativ hochwertig sind.

Bevor Sie sich deshalb solche Spaßlinsen zulegen, sollten Sie sich genau erkundigen, ob diese auch für die tägliche Nutzung geeignet sind. Gerade bei Faschingslinsen kann man oftmals nicht einmal nachvollziehen, aus welchem Material sie bestehen. Zudem schränken manche von ihnen die Sicht stark ein und dürfen somit zum Beispiel beim Autofahren nicht genutzt werden.

Beraten, testen, gut sehen

Am Ende wissen Sie nun praktisch sehr viel über Kontaktlinsen, sollten sich aber dennoch von Ihrem Augenarzt oder Optiker beraten lassen. Er wird die passende Stärke und Größe ermitteln und Ihnen ein bestimmtes Material empfehlen.

Zu Beginn tragen Sie die Testlinsen für ein paar Stunden und weiten die Tragedauer mehr und mehr aus. In dieser Zeit ist der Gang zum Fachmann Ihre Routine, denn er wird sich ihre Augen ansehen um zu erkennen, ob diese nicht gereizt sind. Wenn sich alles gut anfühlt und Ihre Augen auch nicht gereizt wirken, steht dem täglichen Tragen nichts mehr im Wege.

Sofern Sie bemerken, dass die Kontaktlinsen plötzlich nicht mehr bequem sind, sollten Sie diese aus dem Auge nehmen und mit dem Fachmann sprechen. Deshalb ist es auch ratsam, die Brille immer im Auto, in der Handtasche oder in der Schreibtischschublade zu lagern, damit Sie im Zweifel auf diese wechseln können. Auf keinen Fall sollten Sie die Kontaktlinsen weiter tragen, wenn Sie schon bemerken, dass diese sich unangenehm anfühlen oder die Augen schon gerötet sind.

Das Tragen von Kontaktlinsen erfordert viel Eigenverantwortung und diese sollte Ihnen auch wichtig sein, damit Ihre Augen gesund bleiben.