Bevor Sie Kontaktlinsen bestellen können, ist eine Anpassung der Linsen erforderlich. Das ist deshalb notwendig, weil Sie sonst nicht garantiert die richtigen und Ihren Lebensumständen entsprechenden Linsen erhalten. Unabhängig dessen, ob Sie zu einem Augenarzt oder zu einem Optiker gehen, läuft das Verfahren in sechs Schritten ab.

1. Das Beratungsgespräch

Der Einstieg – Sie teilen Erwartungen, persönliche Umstände und Ihren Lebensstil mit. Ihr Spezialist wird sich beim Beratungsgespräch möglichst gut informieren, um ein gutes Bild von den Anforderungen an Ihre zukünftigen Kontaktlinsen bekommen zu können. Wie häufig werden die Linsen getragen? Wie viel Pflege der Kontaktlinsen ist für Sie in Ordnung? Verschiedenste Faktoren werden hier evaluiert.

2. Die eigentliche Untersuchung

Die medizinische Untersuchung besteht aus mehreren Teilen: Die Refraktionsbestimmung ist der erste davon. Hier wird evaluiert, wie stark die Brechkraft des Auges ist. Problematiken wie eine Kurz- oder Weitsicht, Hornhautverkrümmung oder Presbyopie (Alterssichtigkeit) vorliegt. Dann gibt es eine Hornhaut-Radien-Vermessung, welche Informationen über Ihre Hornhaut gibt. Das ist essentiell, um später einen guten Sitz der Kontaktlinsen zu gewährleisten.

Zusätzlich gibt es einen sogenannten Spaltlampenbefund, der die Hornhaut auf eventuelle Narben überprüft und den Tränenfilm evaluiert.

3. Die Auswahl der Kontaktlinsen

Der vielleicht entscheidenste Teil des gesamten Prozesses: Der Experte muss sich jetzt fragen, welche Linse die richtige ist. Das kann zum Beispiel eine sphärische, torische oder multifokale Kontaktlinse sein. Welcher BC-Wert passt zur Hornhaut des Kunden und aus welchem Material soll für die Kontaktlinse sein?

Hier lässt der Kontaktlinsenspezialist seine Erfahrung spielen und setzt auf das Paar an Linsen, welches am besten zu den Anforderungen des Kundens passt.

4. Einweisung – So nutzt man Kontaktlinsen überhaupt

Sobald man das richtige Paar Linsen hat, geht es endlich in die Praxis. Wie trägt man die Linsen richtig? Wie funktioniert das Einsetzen und Herausnehmen? Das sind die Fragen, mit denen man sich hier konfrontiert. Gemeinsam mit dem Optiker oder Augenarzt übt man nun das Ein- und Aussetzen, was am Anfang durchaus schwierig sein kann. Mit etwas Übung fällt das schnell leichter und man weiß dann, wie man die eigenen Kontaktlinsen schnell und sicher einsetzt und herausnimmt. 

5. Probetragen – So funktioniert es

Schon beim Spezialisten werden Sie die Kontaktlinsen zum ersten Mal tragen. Das kann sich durchaus etwas merkwürdig anfühlen, in der Regel gewöhnen Sie sich aber schnell daran. Bei harten Linsen dauert es manchmal länger. Während der Profi den Sitz der Linsen überprüft, können Sie erste “Gehversuche” mit den Kontaktlinsen machen und prüfen, wie gut es sich mit dem neuen Accessoire tatsächlich sehen lässt.

6. Nachkontrolle 

Der letzte Punkt ist die Nachkontrolle. Ein Termin, der in der Regel 1-2 Wochen nach der Anpassung der Linsen stattfinden. Hier können Sie die vergangene Zeit Revue passieren lassen und von Ihren Erfahrungen berichten. Wie gut können Sie damit sehen? Wie angenehm ist das Tragen? Fühlen sich die Kontaktlinsen noch wie ein Fremdkörper an?

Insgesamt wird anhand der vielen Schritte deutlich, wie wichtig eine Anpassung der Kontaktlinsen ist. Diese muss von einem Experten – also von einem Optiker oder Augenarzt – unbedingt vorgenommen werden, bevor man zum Kauf übergeht.

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