Kontaktlinsen sind heute in unserer Gesellschaft bereits so weit verbreitet, dass wir sie als quasi selbstverständlich betrachten. Tatsächlich war es ein weiter Weg bis zur modernen Tageslinse, die sich bequem einsetzen und herausnehmen lässt. Nicht zuletzt die Wahl der Materialien hat sich sehr stark verändert.

Kontaktlinsen aus Plexiglas machten den Anfang

Die ersten Kontaktlinsen waren aus Plexiglas. Sie waren sehr hart und haben sich nicht an das Auge bzw. die Hornhaut angepasst. Zwar handelte es sich um ein sehr günstiges Material, dennoch wurde bald klar, dass bessere Materialien verwendet werden müssen. Plexiglas selbst lässt nämlich keinen Sauerstoff durch, was sich negativ auf den Tragekomfort auswirken kann. 

Heute werden Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel oder Hydrogel hergestellt. Silikon-Hydrogel ist sehr biegsam und passt sich an das Auge an. Die meisten Menschen nehmen das als sehr angenehm wahr.

Unterschiedliche Herstellungsarten in der Praxis

Es gibt mehrere Verfahren, die heute weltweit Verwendung finden. Folgende drei Verfahren werden in der Praxis primär genutzt:

  • Der Formguss. Hier hat man dem Namen nach vorgefertigte Formen, die nur noch mit Flüssigkeit aufgefüllt werden. Die vermutlich einfachste Methode, um Kontaktlinsen herzustellen.
  • Der Schleuderguss. Hier setzt man auf kinetische Energie, um Kontaktlinsen herzustellen. In einer Schleuderbewegung formt sich eine Flüssigkeit in die Linsen, die es später im Einzelhandel zu kaufen gibt.
  • Das Drehverfahren. Das komplizierteste Verfahren unter den Methoden zur Herstellung von Kontaktlinsen. Hier werden die Rohlinge an eine feste Vorrichtung montiert und mit Diamantschneidwerkzeugen bearbeitet.

Die Stärke der Linse wird, je nach Herstellungsverfahren, durch den Druck oder den Schliff bestimmt. Während sich die ersten beiden Verfahren zur kostengünstigen Herstellung vieler gleicher Kontaktlinsen eignen, wird die dritte Methode vor allem für spezielle Kontaktlinsen wie z.B. torische Kontaktlinsen verwendet.

Verpackung: Wie die eigenen Kontaktlinsen eigentlich ankommen

Kontaktlinsen sind sensibel. Dementsprechend werden sie auch transportiert. Sie kommen in einer kleinen, wenige Zentimeter großen Wanne an, in der sich Pflegemittel befindet. Das ermöglicht einen sicheren Transport und hygienische Rahmenbedingungen. Allerdings sollte beachtet werden, dass die Wännchen nicht als Ersatz für Linsenbehälter dienen dürfen, weil sie dafür absolut nicht konzipiert wurden.

Ansonsten sollte beachtet werden, dass die Verpackung enorm viele Informationen über die Herstellung und die Herkunft der Linsen enthält. Das ist der Name, Ablaufdatum, PWR-Wert, Lot- bzw. Chargennummer und mehr.

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