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Kontaktlinsen mit hoher Sauerstoffdurchlässigkeit

Um die Qualität von Kontaktlinsen zu beurteilen, ist die Sauerstoffdurchlässigkeit ein entscheidender Aspekt. An dieser Größe kann man ablesen, wie gut die Sauerstoffversorgung des Auges und somit der Tragekomfort ist.

Dk/t-Wert – Messgröße für die Sauerstoffdurchlässigkeit von Kontaktlinsen

Eine essenzielle physikalische Größe dabei ist der sogenannte DK/t-Wert. Dieser Wert ist stark von der Dicke des Materials, sowie dem Hersteller abhängig. Die Ermittlung der Permeabilität (Durchlässigkeit) erfolgt bei einem Dioptrien-Wert von -3,00 und im Mittelpunkt der Kontaktlinse. Die Berechnung des DK/t-Wertes erfolgt mithilfe der Sauerstoffdurchlässigkeit und der Materialdicke. Produkte mit guter Sauerstoffdurchlässigkeit sind z. B. Air Optix Night & Day Aqua, ULTRA, Miru 1month Menicon und Pure Vision.

Die Sauerstoffdurchlässigkeit ist ein optimales Kriterium für einen Kauf, jedoch nicht der einzige Aspekt. Auch Faktoren wie der Grad der Fehlsichtigkeit, die tägliche Tragedauer sowie die Menge an Tränenabsonderungen spielen eine essenzielle Rolle. Insbesondere das Verhältnis zwischen Sauerstoffdurchlässigkeit und Wassergehalt sind sehr wichtig.

Hohe Sauerstoffdurchlässigkeit – welches Material?

Die Sauerstoffdurchlässigkeit ist insofern sehr maßgebend, da Kontaktlinsen direkt auf der Hornhaut aufliegen. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass die Hornhaut nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Daher sind luftdurchlässige Materialien von enormer Bedeutung. In den 60er Jahren kam Hydrogel zum Einsatz. Dieses Material war nicht besonders durchlässig, hatte aber einen hohen Wassergehalt. Letzteres reichte jedoch nicht aus, um eine signifikante Wirkung zu erzeugen. Verbesserte Produkte in Form von Linsen aus Silikon-Hydrogel und harten Kontaktlinsen kamen später auf den Markt. Harte Kontaktlinsen sind mit die besten Varianten, da sie die höchste Sauerstoffdurchlässigkeit erzeugen und nur einen gewissen Teil der Hornhaut überdecken.

Die Luftdurchlässigkeit sowie der DK- bzw. der DK/t-Wert ist in der Regel auf der Verpackung angegeben. Beachten Sie aber, dass sich aus dem DK-Wert nicht automatisch die Dicke der Linse ableiten lässt. Daher ist die Beachtung des DK/t-Wertes ebenfalls sehr wichtig. Diese Angaben stellen jedoch nur Laborwerte dar. Wie sich das Auge die Linse tatsächlich wahrnimmt, ist nur schwer zu prognostizieren.

Kontaktlinsen mit einem niedrigen DK-Wert

Linsen mit zu niedrigem DK-Wert führen häufig zu Problemen wie eine eingeschränkte Versorgung mit Sauerstoff. Insbesondere bei Hydrogel-Linsen ist dies eine schwierige Angelegenheit. In diesem Fall kommt es häufig zu einer sogenannten Hypoxie, einem Sauerstoffmangel.  Es ist daher sehr entscheidend, die empfohlene Tragedauer nicht zu übersteigen. Zudem sind Kontaktlinsen nicht zum Tragen während des Schlafs geeignet. Dies führt im schlimmsten Fall zu irreversiblen Hornhautschädigungen wie ein Hornhautödem oder Vaskularisation. Vaskularisationen stellen sich häufig bei Sauerstoffmangel ein. Aufgrund dieser Mangelversorgung wuchern in der Hornhaut kleine Adern, die eine signifikante Reduzierung der Sehkraft zur Folge haben.