Wassergehalt von Kontaktlinsen - wie beeinflusst er sie?

Wassergehalt-Kontaktlinsen

Um einen idealen Tragekomfort und eine hohe Verträglichkeit sicherzustellen, lohnt sich der Blick auf den Wassergehalt von Kontaktlinsen. Er verdeutlicht, wie viel Prozent des Materials aus Wasser besteht. Lesen Sie nachfolgend, welcher Wassergehalt ein optimales Tragegefühl bieten kann, was Kontaktlinsen mit integriertem Feuchtigkeitsspeicher sind und wie Sie die für Sie geeigneten Linsen finden.

Wassergehalt von Kontaktlinsen – warum spielt er eine Rolle?

Die Hornhaut benötigt neben Sauerstoff auch Feuchtigkeit, damit sie elastisch bleibt und Gefäßmissbildungen verhindert werden. Der Wassergehalt von Kontaktlinsen ist der Verpackung zu entnehmen. Er ist je nach Material und Art der Linse unterschiedlich und spielt bei weichen Kontaktlinsen immer eine sehr wichtige Rolle. Hier ist der Wassergehalt höher als bei harten Varianten. Durch das zugesetzte Wasser werden sie flexibel und versorgen die Augen mit ausreichend Sauerstoff. Es gibt folgende Gruppen:

  • Niedriger Wassergehalt von bis zu 45%: Die Sauerstoffdurchlässigkeit beträgt nahezu 100%. Die Kontaktlinsen sind für längeres Tragen bestimmt.
  • Mittlerer Wassergehalt von bis zu 60%: Die Kontaktlinsen eignen sich für die meisten Träger.
  • Hoher Wassergehalt von bis zu 90%: Diese Kontaktlinsen sind für empfindliche Augen ideal.

Wie hoch ist der Wassergehalt und was gibt es bei der Auswahl zu beachten?

Der Wassergehalt von Kontaktlinsen sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. Er beträgt meist 40 bis 70 Prozent. Ein hoher Wassergehalt verbessert die Sauerstoffzufuhr, aber die Augen trocknen stärker aus. Entsprechende Kontaktlinsen eignen sich daher nicht so gut bei trockenen Augen. Sie verringern den ohnehin niedrigen Wasserhaushalt noch mehr. Wählen Sie in diesem Fall lieber Linsen mit geringem Wassergehalt von 30 bis maximal 38%. Neigen Ihre Augen sehr stark zur Trockenheit, eignen sich formstabile Kontaktlinsen vielleicht besser. Ihr Augenarzt oder Optiker kann Sie beraten. In anderen Fällen darf der Wassergehalt gern höher sein.

Hydrogel- und Silikon-Hydrogel – wie die Materialien den Wassergehalt von Kontaktlinsen beeinflussen

Bei Hydrogel-Linsen ist der Wassergehalt am höchsten. Demnach ist die Sauerstoffdurchlässigkeit optimal. Silikon-Hydrogel-Linsen bestehen aus einem Material, welches Wasser bindet und dem Tränenfilm somit keine Flüssigkeit entzieht. Auch hier ist die Sauerstoffdurchlässigkeit sehr hoch, sodass Sie diese Kontaktlinsen sogar einen Monat lang durchweg tragen können, ohne dass die Hornhaut gefährdet wird. Weiche Kontaktlinsen auf Hydrogel-Basis weisen einen Wasseranteil von rund 40 bis 80 Prozent auf. Bei Varianten aus Silikon-Hydrogel hingegen sind es durchschnittlich nur 30 bis 50 Prozent, sodass sie sich für trockene Augen besonders gut eignen.

Was sind Kontaktlinsen mit integriertem Feuchtigkeitsspeicher?

Kontaktlinsen mit integriertem Feuchtigkeitsspeicher versorgen den Tränenfilm der Augen den ganzen Tag über sehr gut mit Feuchtigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch der Wassergehalt der Linsen ist. Dadurch wird ein Austrocknen der Augen verhindert und der Tragekomfort wesentlich höher. Kontaktlinsen mit integriertem Feuchtigkeitsspeicher eignen sich dank der Nachbenetzung vor allem bei trockeneren Augen, aber auch bei ungünstigen Bedingungen wie einem beheizten Raum oder beim Arbeiten am Computerbildschirm. Der Feuchtigkeitsspeicher sorgt bei jedem Lidschlag für einen lang anhaltenden Tränenfilm.

Hoher Wassergehalt von Kontaktlinsen – Vor- und Nachteile

Ein hoher Wassergehalt sorgt für eine optimale Sauerstoffversorgung der Augen und verbessert den Tragekomfort. Die Eingewöhnungsphase ist bei Hydrogel-Kontaktlinsen, anders als bei formstabilen Varianten, überaus kurz. Der Nachteil der Kontaktlinsen mit hohem Wassergehalt ist, dass sie sich bei trockenen Augen eher nicht eignen. Der Grund ist die höhere Verdunstungsrate. Wenn die Linsen dadurch trocken werden, entziehen sie den ohnehin trockenen Augen noch mehr Wasser. Hier sind die Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen ideal. Selbst bei ungünstigen Bedingungen ist der Tragekomfort optimal.

Zusammenfassung

Der Wassergehalt von Kontaktlinsen spielt eine wichtige Rolle bei der Sauerstoffversorgung der Hornhaut. Er wird stets in Prozent angegeben. Allgemein verbessert ein höherer Wassergehalt durch die optimale Sauerstoffdurchlässigkeit das Tragegefühl. Doch die Wahl der passenden Linsen hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Bei trockenen Augen schadet ein hoher Wassergehalt eher. In diesem Fall sollten Sie Kontaktlinsen mit geringem Wassergehalt wählen. Gut geeignet sind Silikon-Hydrogel-Linsen. Ebenso ideal sind Kontaktlinsen mit integriertem Feuchtigkeitsspeicher. Sie versorgen Ihre Augen permanent mit Feuchtigkeit. Zur Vermeidung von trockenen Augen und Irritationen ist die Ermittlung des optimalen Wassergehalts durch einen Kontaktlinsenexperten wichtig.

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