Wie entsorgt man Kontaktlinsen richtig?

Kontaktlinsen richtig entsorgen

Kontaktlinsen sind für Menschen mit einer Sehbehinderung eine wahre Bereicherung. Dank ihnen ist man nicht gezwungen, eine Brille zu tragen, die sich in manchen Lebenssituationen als störend erweisen kann. Doch auch der Unmut von Umweltschützern wird hier schnell laut, denn bei der Entsorgung von Kontaktlinsen sollte man durchaus Verstand walten lassen. Sie können bei falscher Entsorgung nicht nur die Umwelt verschmutzen, sondern auch im Meer als Mikroplastik auftauchen. Hier wird nun näher auf die richtige Entsorgung eingegangen.

Die verschiedenen Arten von Müll

Nicht alleine die Kontaktlinse ist das Problem, sondern das ganze Drumherum. Die Kontaktlinsen sind in der Regel in einer Schachtel aus Pappe, darin befindet sich der Blister aus Kunststoff sowie der Blister-Deckel, welcher meist aus Aluminium besteht. Am Ende ist da noch die Kontaktlinse selbst. Viel Müll also für so eine kleine unscheinbare Sehhilfe. In der Regel findet man auf der Verpackung der Kontaktlinsen auch immer einen Hinweis darauf, in welcher Art von Müll das jeweilige Teil entsorgt werden sollte.

Entsorgung über die Toilette

Es könnte so einfach sein, Deckel auf, Linsen rein, Deckel zu und spülen. Doch gerade das sollte mit den Kontaktlinsen nicht passieren. Sie gehören auf keinen Fall in die Toilette oder in den Abfluss des Waschbeckens. Von dort aus würden sie im Klärwerk landen und bei der Wasseraufbereitung zu Mikroplastik verarbeitet werden. Da die Filter der Kläranlage dieses nicht aussieben können, landen die feinen Partikel am Ende im Meer oder in Flüssen.

Viele Fische sterben, weil sie Mikroplastik in großen Mengen fressen. Zudem gibt es Studien, die belegen, dass in Speisefischen oftmals viel Mikroplastik gefunden wird. Dieses wird also vom Menschen zusammen mit dem Speisefisch gegessen und kann auch den menschlichen Körper stark belasten.

Die Entsorgung über die Toilette oder das Waschbecken sollte somit keine Option sein und nicht absichtlich erfolgen!

Den Müll richtig trennen

Wie oben schon erwähnt fällt in Verbindung mit der Kontaktlinse viel Müll an. Nun heißt es richtig trennen, damit alles so umweltschonend wie möglich entsorgt wird.

Die Hauptverpackung aus Pappe gehört natürlich in den Papiermüll oder, wie in den meisten Städten üblich, in die blaue Tonne. Der Blister, also das Schälchen, in dem sich die Kontaktlinse befindet, ist aus Kunststoff und gehört in den Kunststoffmüll. In vielen Städten sind dies die gelben Tonnen oder gelben Säcke. Der Deckel des Blisters besteht aus Aluminium und gehört zum Alumüll. Hier haben manche Städte auch andere Regelungen und entsorgen Alu und Kunststoff zusammen. Es lohnt sich somit, sich zu erkundigen, wie die Regelung am Wohnort ist.

Das Hauptproblem stellt nun aber immer noch die Kontaktlinse dar. Sie gehört in den Restmüll. Das liegt daran, dass diese bis jetzt in Europa nicht wiederverwertbar sind. Ein altes Brillengestell wird übrigens auch einfach über den Restmüll entsorgt.

Jeder trägt seinen Teil bei

Natürlich kann es passieren, dass die Kontaktlinse einmal im Abfluss landet und dann eben doch in das Abwasser gelangt. Es sollte aber nicht die Regel sein. Jeder muss seinen Teil zum Umweltschutz beitragen und somit wäre es falsch zu denken, dass diese eine kleine Kontaktlinse doch nichts ausmacht. Wenn jeder so denkt, wird sich nichts an der Umweltverschmutzung ändern. Somit ist es wichtig, dass hier jede einzelne Person achtsam ist.

Um noch mehr für die Umwelt zu machen, ist es sinnvoll, wenn möglich Kontaktlinsen zu tragen, die lange verwendet werden können. Tageslinsen machen bei regelmäßiger Verwendung im Jahr 730 Kontaktlinsen aus. Die Monatslinsen dagegen nur 24 Kontaktlinsen, die im Müll landen. Diese Zahl sollte man sich einmal näher vor Augen halten. Deshalb kann es nicht schaden, hier schon zu überlegen, ob man nicht seinen Teil zum Umweltschutz in Form von Monatslinsen leisten kann.