Surfen mit Kontaktlinsen: Risiken und Tipps

Kurz gesagt: Beim Surfen kommen Kontaktlinsen zwangsläufig mit Meerwasser in Kontakt. Internationale Gesundheitsbehörden wie die US-Behörden FDA und CDC raten deshalb, beim Schwimmen und im Meer keine Linsen zu tragen, weil Wasser Keime an die Linse bringt. Wer trotzdem mit Linsen surft, sollte Tageslinsen nehmen und sie direkt danach wegwerfen.

Eine Alternative sind Schwimm- oder Sportbrillen mit Sehstärke. Denken Sie auch an UV-Schutz: Wasser reflektiert die Sonne stark.

Warum Meerwasser und Kontaktlinsen nicht zusammenpassen

  • Keime: Die FDA warnt vor Infektionen durch Bakterien im Pool, im Whirlpool, in Seen und im Meer. Wasser jeder Art sollte nicht an die Linse kommen.
  • Akanthamöben: Diese Einzeller können eine schwere Hornhautentzündung auslösen. Forscher fanden sie zum Beispiel in australischen Küstenlagunen in mehr als einem Drittel der Proben.
  • Weiche Linsen nehmen Wasser auf: Laut CDC können sie dabei ihre Form verändern, aufquellen und am Auge festkleben.
  • Linsenverlust: Bei einem Waschgang kann eine Linse herausgespült werden. Formstabile Linsen verrutschen leichter als weiche.
  • Salzwasser reizt: Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) warnt vor Reizungen durch Meerwasser.

Wenn Sie mit Kontaktlinsen surfen

Deutsche Fachquellen sind etwas weniger streng als die US-Behörden. Die Augenärzte-Verbände BVA und DOG nennen für Wassersport Eintageslinsen in Verbindung mit Schwimm- oder Taucherbrillen. Diese Regeln senken das Risiko:

  1. Nur Tageslinsen: nach dem Surfen sofort herausnehmen und wegwerfen. Mehrweglinsen nach Wasserkontakt mindestens über Nacht reinigen und desinfizieren.
  2. Augen schließen, wenn Sie unter Wasser kommen.
  3. Nicht reiben, auch wenn Salz brennt. Besser mit Benetzungstropfen spülen, die für Linsen geeignet sind.
  4. Ersatz dabeihaben: ein frisches Paar Linsen, Behälter, Pflegemittel und eine Brille für den Heimweg.
  5. Nicht mit den Linsen schlafen, die im Wasser waren.

Bei roten, schmerzenden oder lichtempfindlichen Augen nach dem Surfen: Linsen raus und zum Augenarzt.

Zuletzt aktualisiert am 28. October 2026 um 23:43 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Alternativen zu Kontaktlinsen beim Surfen

  • Schwimm- oder Sportbrille mit Stärke: Die CDC nennt Brillen mit Sehstärke als gute Option für Wassersportler. Laut KGS lassen sich Korrekturgläser einschleifen oder einkleben. Für Brandung eignen sich Modelle mit festem Band.
  • Ortho-K-Nachtlinsen: Sie werden nur nachts getragen und formen die Hornhaut vorübergehend um, tagsüber sehen Sie ohne Sehhilfe. Laut AAO ist das Infektionsrisiko erhöht, besonders bei Kindern. Mehr unter Ortho-K-Nachtlinsen.
  • Augenlaser: Nach einer Laserbehandlung dürfen Sie laut AAO mindestens zwei Wochen nicht schwimmen.

Sonne und Wind: Augen schützen

Wasser reflektiert UV-Strahlung. Laut AAO sind Surfer besonders gefährdet für Wucherungen der Bindehaut, die als „Surfer’s Eye“ (Pterygium) bekannt sind. Als Ursache gelten Sonne, Wind und Staub. Eine Sonnenbrille mit vollem UV-Schutz und Benetzungstropfen helfen. Kontaktlinsen mit UV-Filter schützen nur den Teil des Auges, den sie bedecken.

Häufige Fragen

Kann ich mit Kontaktlinsen surfen?

Möglich ist es, empfohlen wird es von den US-Gesundheitsbehörden nicht. Wenn, dann mit Tageslinsen, die Sie direkt danach wegwerfen.

Weiche oder harte Linsen zum Surfen?

Wenn Linsen, dann weiche Tageslinsen. Formstabile Linsen verrutschen leichter und gehen schneller verloren.

Was tun, wenn die Linse im Meer verloren geht?

Nicht reiben, Auge mit Benetzungstropfen spülen und eine Ersatzlinse oder Brille nutzen. Fühlt es sich an, als wäre die Linse noch im Auge, lesen Sie Kontaktlinse im Auge verloren.

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Quellen

Zuletzt geprüft: Oktober 2026.