Kontaktlinsen - darf man sie bei Erkältungen und Grippe tragen?

Kontaktlinsen bei Grippe und Erkältung

Im Herbst und Winter leiden viele unter Erkältungen und Grippe. Das Immunsystem ist aufgrund der sinkenden Temperaturen und trockeneren Heizungsluft anfällig dafür. Wie verhalten Sie sich als Kontaktlinsenträger am besten, wenn Sie krank sind? Können Sie die Linsen weiter tragen oder sollten Sie bei einer Erkältung lieber darauf verzichten und zur Brille greifen? Das erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Kontaktlinsen – sollte man bei grippalen Effekten und Grippe darauf verzichten?

Mit beginnendem Herbst ist das Risiko für grippale Infekte hoch. Dann stellt sich die Frage, ob auch bei Krankheit Kontaktlinsen getragen werden dürfen. Verzichten Sie aus hygienischen Gründen in dieser Zeit darauf. Wenn Sie die Linsen einsetzen, können Viren, Bakterien und Keime in die Augen gelangen und hier Entzündungen wie eine Binde- oder gar schmerzhafte und gefährliche Hornhautentzündung verursachen. Sie werden regelrecht eingerieben. Die Übertragung ist jedoch nicht nur durch die Hände, sondern ebenso durch Tröpfchen möglich. Die Gefahr einer Bindehautentzündung ist bereits ohne, dass man Kontaktlinsen trägt, bei grippalen Infekten höher. Mit der Verwendung ist sie noch viel größer. In seltenen Fällen kann es sogar zur Erblindung kommen.

Achtung:

Wenn Sie nur unter Fieber leiden und andere Erkältungs- und Grippesymptome ausbleiben, sollten Sie ebenso keine Kontaktlinsen tragen. Der Grund: Neben der Körpertemperatur steigt ebenfalls die Temperatur der Augen bei Fieber an. So können sich Keime schneller vermehren. Fieber erleichtert den Bakterien das Wachstum.

Warum sollten Sie keine Kontaktlinsen bei Erkältungen und Grippe tragen?

Viren, Bakterien und Keime fühlen sich unter den Kontaktlinsen besonders wohl und vermehren sich schnell. Durch die angestiegene Temperatur wird die Bindehaut der Augen trocken und nicht genügend Tränenflüssigkeit produziert. Dadurch schwimmen die Linsen nicht mehr optimal im Auge, wodurch das sensible Bindehautgewebe gereizt wird. Im Herbst und Winter schalten wir zusätzlich die Heizung an. Dadurch sinkt die Luftfeuchtigkeit. Auch dies kann trockene Augen fördern und bei einer zusätzlichen Erkältung das Risiko für Infektionen erhöhen. Bei Fieber produzieren die Augen häufig zu wenig Tränenfilm. Auch dadurch werden trockene Augen gefördert. Das Gleiche ist durch Erkältungs- oder Grippemedikamente möglich, sodass die Linsen auf der Hornhaut reiben, wodurch Erreger einfacher in die äußere Schicht der Augen gelangen. Nasensprays hemmen beispielsweise die Tränenproduktion.

Daher lautet der klare Rat: Brille statt Kontaktlinsen

Tragen Sie daher bei einer Erkältung oder Grippe lieber eine Brille, um die Gesundheit Ihrer Augen nicht zu gefährden. Vor allem weiche Kontaktlinsen bieten Erregern aufgrund des höheren Wassergehalts im Vergleich zu harten Linsen einen optimalen Nährboden für Infektionen. Übrigens: Am hygienischsten sind Tageslinsen, da sie, anders als Wochen-, Monats- oder Jahreslinsen, nicht regelmäßig gereinigt werden müssen. Leitungswasser eignet sich hierfür keinesfalls. Verwenden Sie grundsätzlich spezielle Reinigungsmittel. Nachdem Sie die Erkältung oder Grippe überstanden haben, ist eine besonders gründliche Reinigung der Linsen umso wichtiger. Gut geeignet ist ein Peroxid-System, das Ablagerungen und Keime gründlich von der Oberfläche entfernt.

Zusammenfassung

Bei einer Erkältung oder Grippe sind die Kontaktlinsen ein idealer Herd für Keime, denn darunter vermehren sie sich rasch. Es drohen schwere Augenentzündungen und im extremen Fall sogar eine Erblindung. Verzichten Sie daher zur Vermeidung einer Ausbreitung der Keime bei Infekten auf Linsen und tragen Sie in dieser Zeit eine Brille.

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