Kurz gesagt: Kontaktlinsen dürfen Sie im Solarium grundsätzlich tragen, sie ersetzen aber keine UV-Schutzbrille. Das steht sogar im Pflicht-Aushang jeder Solariumkabine: „Kontaktlinsen und Sonnenbrillen sind kein Ersatz für die UV-Schutzbrille.“ Auch Linsen mit UV-Filter schützen nur die Hornhaut, nicht Lider und Bindehaut.
Ohne Schutzbrille drohen eine schmerzhafte Verblitzung der Hornhaut und langfristig ein höheres Risiko für Grauen Star. Tragen Sie deshalb immer die UV-Schutzbrille, die das Studio Ihnen anbieten muss.
Darf man mit Kontaktlinsen ins Solarium?
Ja, ein Verbot gibt es nicht. Keine Behörde verlangt, die Linsen im Solarium herauszunehmen. Entscheidend ist der Augenschutz: Die UV-Schutzverordnung (UVSV) verpflichtet Betreiber, UV-Schutzbrillen bereitzuhalten und jedem Kunden vor der Nutzung anzubieten. Laut dem vorgeschriebenen Aushang in der Kabine sollen Sie die ausgehändigte Schutzbrille tragen. Für Minderjährige ist die Nutzung von Solarien in Deutschland verboten.
Ob Sie die Linsen drinlassen, ist eine Frage des Komforts. Wer dazu neigt, dass die Augen unter der Wärme trocken werden, nimmt die Linsen besser vorher heraus oder hat Benetzungstropfen dabei.
Warum Kontaktlinsen nicht vor UV-Strahlung schützen
Viele Kontaktlinsen haben einen UV-Filter. Bei UV-Klasse 1 werden mindestens 90 Prozent der UVA- und 99 Prozent der UVB-Strahlung absorbiert, bei Klasse 2 mindestens 50 bzw. 95 Prozent. Trotzdem schreiben Hersteller wie Johnson & Johnson ausdrücklich: Kontaktlinsen mit UV-Filter sind kein Ersatz für eine UV-Schutzbrille. Der Grund: Die Linse bedeckt nur die Hornhaut. Lider, Bindehaut und die empfindliche Haut um die Augen bleiben ungeschützt. Laut American Academy of Ophthalmology (AAO) sind Solarien für die Augen genauso riskant wie UV-Licht im Freien.
Was UV-Strahlung im Solarium mit den Augen macht
- Verblitzung (Photokeratitis): eine Entzündung von Horn- und Bindehaut. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beginnen die Beschwerden sechs bis acht Stunden nach der Bestrahlung: starke Schmerzen, Tränen, Lichtempfindlichkeit, ein Gefühl wie Sand in den Augen. Sie heilt meist in ein bis zwei Tagen ab.
- Langfristig: Übermäßige UV-Bestrahlung ist laut BfS einer der Auslöser für Grauen Star. Auch Wucherungen der Bindehaut (Pterygium) werden mit UV-Licht in Verbindung gebracht.
Wer nach einem Solariumbesuch Augenschmerzen bekommt, sollte die Linsen herausnehmen, keine Linsen mehr einsetzen und zum Augenarzt gehen.
Die richtige Schutzbrille
Im Solarium braucht es eine spezielle UV-Schutzbrille, keine Sonnenbrille. Die Filter müssen laut UVSV die Schutzstufen nach DIN EN 170 erfüllen. Das Personal muss Ihnen eine solche Brille anbieten. Wer häufiger ins Solarium geht, kann auch eine eigene kaufen.

- ☼ZERTIFIZIERTE SICHERHEIT: Die UV-Brille „Made in Germany“ erfüllt alle EU-weiten Standards an Sicherheit & Gesundheitsschutz dank CE-Zertifizierung & offizieller Augenschutz-Prüfung des PFI gemäß DIN EN 170.
- ☼VIELSEITIG EINSETZBAR: Mit der hochwertigen Schutzbrille ist die Sicherheit Ihrer Augen beim Arbeiten mit UV/LED/Laser Licht gewährleistet. Auch für die Anwendung bei Vitamin D Lampen, LED-Lampen sowie bei der Lichttherapie ist die UV-Brille optimal geeignet.
- ☼MADE IN GERMANY: Seit über 60 Jahren forscht und entwickelt MEDlight innovative Produkte im Bereich der medizinischen Lichttherapie in Deutschland – Sicherheit & Wirksamkeit stehen dabei an erster Stelle.
- ☼OPTIMALER SCHUTZ: Die Brillengläser liegen eng am Auge an und bieten von allen Seiten Schutz vor schädlichem Licht. In der Medizin wird sie auch als Patienten-Schutzbrille verwendet.
- ☼ FLEXIBEL VERSTELLBAR: Durch das Gummiband mit Stopper ist eine individuelle Verstellung und Anpassung an den Kopfumfang möglich. Damit vermeiden Sie ein Verrutschen der Brille beim Besuch auf der Sonnenbank!
Kontaktlinsen und Sonne im Freien
Auch draußen gilt: Kontaktlinsen ersetzen keine Sonnenbrille. Die AAO, das Schweizer Bundesamt für Gesundheit und Augenoptiker raten, Linsen mit einer Sonnenbrille mit vollem UV-Schutz zu kombinieren, bei starker Sonne auch mit Hut. Das BfS empfiehlt:
- Sonnenbrille mit UV-Schutz bis 400 Nanometer (oft als „UV400“ angegeben)
- Tönung der Kategorie 2 oder 3; Kategorie 4 ist im Straßenverkehr nicht zugelassen
- guter seitlicher Schutz
Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung wird die Angabe „UV400“ nicht kontrolliert. Verlässlicher ist der Hinweis auf die Norm DIN EN ISO 12312-1 und das CE-Kennzeichen. Ein großer Vorteil für Linsenträger: Jede normale Sonnenbrille passt, eine Sonnenbrille mit Stärke braucht es nicht.
Häufige Fragen
Darf man mit Kontaktlinsen ins Solarium?
Ja. Tragen Sie aber immer zusätzlich die UV-Schutzbrille. Kontaktlinsen sind laut Pflicht-Aushang kein Ersatz dafür.
Schützen Kontaktlinsen mit UV-Filter im Solarium?
Nicht ausreichend. Sie schützen nur die Hornhaut, nicht Lider und Bindehaut.
Muss ich die Kontaktlinsen vor dem Solarium herausnehmen?
Nein, das ist nicht vorgeschrieben. Bei trockenen Augen kann es angenehmer sein.
Brauche ich mit Kontaktlinsen eine Sonnenbrille?
Ja. Kontaktlinsen schützen die Augen nicht vollständig vor UV-Strahlung.
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Quellen
- UV-Schutz-Verordnung (UVSV): Volltext mit Anlagen 3, 7 und 8; NiSG: § 4 Nutzungsverbot für Minderjährige
- Bundesamt für Strahlenschutz: Akute Schädigungen der Augen, Langfristige Wirkungen und UV-Schutz für die Augen
- American Academy of Ophthalmology: UV-Blocking Contact Lenses Won’t Protect Your Eyes und The Sun, UV Light and Your Eyes (englisch)
- Johnson & Johnson Vision: UV Blocking (englisch)
- DGUV: Durchblick bei Sonnenbrillen
- BAG Schweiz: Faktenblatt Sonnenbrillen (PDF)
Zuletzt geprüft: Oktober 2026.